Begehrte Mittel
Dieser Tag war nicht sonnig.
Nichts hatte die Nacht unterbrochen,
Die ihm vorausgegangen war.
Und doch schwebte im Zimmer
Das, was man Mittagszeit nennt.
Wenn es zu lange dauert.
Das Telefon mochte jeden Moment klingeln.
Ein Moment, den man wieder zurückholen konnte.
Die Stille verändert die Szenen
Lange genug, damit jener, der wartet,
Seine Meinung ändern kann.
Auf dem Papier bleibt der Gedanke unvollständig.
Die Sinne gleiten auf ein unbekanntes Ziel zu.
Der Falke gerät ausser Atem. Der Kuchen zerbricht.
Das Glas zerspringt. Der Weg verliert sich.
Das Blut ist nie bedeutungslos.
Wer sich nicht erklärt, hat einen gewissen Vorteil.
Man wählt ein Ausdrucksmittel,
Um sich das Gefühl von Freiheit bis zum Schluss
Zu bewahren.
„Die Marquise ging um fünf Uhr aus."
Kein Zweifel, der Ausdruck ist poetisch.
Alles geschieht zur selben Zeit, zwischenzeitlich.
In einer anderen Stadt zieht der Marquis die Vorhänge
Und entkleidet sich. Seine Geliebte hat nicht das Recht,
Spuren auf den Gegenständen zu hinterlassen.
Mit dem Körper ist es etwas anderes.
Gedächtnis.
Er zögert vielleicht, aber
Trotz allem
Zieht er den Schlüssel ab.
Er schliesst das Guckloch.
Er teilt die Zeit.
Lustlos.
Um punkt fünf Uhr nachmittags.


